TVöD - Nachteile
Ein Nachteil des TVöD ist mit der Überleitung von Ehepartnern zu nennen, die beide im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. War oder ist einer der Ehepartner nur halbtags oder stundenweise beschäftigt oder setzt aufgrund Kindererziehung aus, entstehen bei der Vergleichsrechnung deutliche Nachteile, da hier der familienbezogene Zuschlag gekürzt wurde. Somit entstehen für diese Gruppe nicht zu unterschätzende finanzielle Nachteile.
Dadurch, dass nach der neuen Entgelttabelle jüngere Arbeitnehmer schneller in den Erfahrungsstufen hochsteigen und dadurch früher ein höheres Einkommen erzielen, während für ältere Arbeitnehmer geringere Endstufen vorgesehen sind, ergeben sich im Gegensatz zu den eigentlichen Zielen des TVöD dennoch Benachteiligungen der älteren Mitarbeiter.
Weiterhin bemängelt wird, dass die Erfahrung eines Arbeitnehmers, der den Arbeitgeber wechselt, mit Einführung des Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst nicht mehr anerkannt wird. Der Arbeitnehmer fängt bei seinen Erfahrungsstufen praktisch wieder bei Null an, was natürlich auch finanzielle Verluste zur Folge hat. Die Leistungsprämie macht den öffentlichen Dienst vielleicht für einige Arbeitnehmer attraktiv, wenn man aber bedenkt, dass die Leistungsprämie dadurch finanziert wird, dass das Geld vorher bei allen Arbeitnehmern eingespart wurde, ist hier eine weitere Ungerechtigkeit aufzuzeigen, denn letztendlich kommen nur einige wenige Mitarbeiter in den Genuss der Leistungszahlung.
Im TVöD wird die Anzahl der Jahresurlaubstage beschränkt, des Weiteren dürfen die Urlaubstage nur im laufenden Jahr genommen werden und dürfen nicht wie vorher in das nächste Jahr übertragen werden. Das hat für viele Mitarbeiter zur Folge, dass sie ihre Zusatzurlaubstage verfallen lassen müssen, weil einfach die Zeit fehlt, diese zu nehmen.